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Sony trieb Ernst & Partner in den Konkurs Bestellte Zusatzaufträge von Sony für einen europaweiten Katalog wurden nicht bezahlt Sony hat offenbar intern Probleme Ernst will aber weitermachen

Beteiligte:
In: HORIZONT, (1995), 10
Format: Artikel
Sprache: Deutsch
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Details: KÖLN/DÜSSELDORF Der Konkurs der in Düsseldorf ansässigen Agenturen von Georg V. Ernst ist auf nicht bezahlte Zusatzaufträge des Kunden Sony Europa zurückzuführen. Der Fall - HORIZONT liegen entsprechende Dokumente vor - liest sich wie ein Schmierenstück im real existierenden Wirtschaftsleben. "Ehrlich gesagt, ich bin ganz locker." Mit vorgetragener Lässigkeit kommentiert der 53jährige Agenturchef Georg V. Ernst die Querelen mit seinem langjährigen Kunden Sony. Daß er nach 17 Jahren Arbeit für den Elektronikkonzern eben durch diesen Kunden zum Konkurs gezwungen wird, ist für ihn ein "Befreiungsschlag". So mag Ernst lieber über seine anderen Kunden reden, die er "gerne weiter betreuen möchte" - die üblichen Nebelkerzen. Fest steht immerhin, daß der renommierte Agenturmann am Freitag letzter Woche für seine Agenturen Ernst & Partner Zweite Werbeagentur GmbH und Digital Art Service GmbH, an denen Ernst alle Gesellschafteranteile besitzt, Konkurs anmelden mußte. Damit geht eine der traditionsreichsten Agenturen mit zuletzt 85 Millionen Mark Billings, 1,8 Millionen Mark Ertrag vor Steuern und 65 festen Mitarbeitern über den Jordan. Und fest steht weiterhin, daß dieser Konkurs wegen nicht bezahlter Forderungen von Ernst an den langjährigen Kunden Sony verursacht ist. Kosten für Zusatzaufträge für einen europaweiten Katalog von Sony Europa, die von Sony Europa bestellt und nun nicht bezahlt wurden. Die Gesamtforderungen belaufen sich auf 8,5 Millionen Mark. Die Gründe dafür dürften im Binnenverhältnis zwischen Sony Europa und den zahlenden Ländergesellschaften liegen. Einziger Kommentar von PR-Chef Paul Campbell zum Vorgang: Sony Europa habe alle Verbindlichkeiten aus dem Vertrag zwischen Ernst & Partner beglichen. Weitere Forderungen seien nicht berechtigt, der Vertrag unterdes gekündigt. Wieder Nebelkerzen. Sollten die Forderungen der Agentur berechtigt sein - und H ORIZONT vorliegende Unterlagen bestätigen dies -, wird der Fall Sony z
ISSN: 0175-7989
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